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FC Rapperswil-Jona - FC Aarau Frauen

03.10.2026

Kickoff: 18:00 Uhr

Grünfeld, Jona Stadion

Die Red Boots Aarau - FC Aarau Frauen treffen im achten Spiel der AXA Women's Super League auswärts auf die Frauen aus Rapperswil-Jona. Das Spiel kann als AWSL-Play/SRG-Liveübertragung (Livestream) verfolgt werden.

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Berichte, Highlights und Bilder

Matchbericht


Schwache erste Halbzeit wird Red Boots in Rapperswil-Jona zum Verhängnis


Bericht von Nina Grassl

Bericht in der AZ


Zwei Halbzeiten, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Die Red Boots liegen gegen Rapperswil-Jona zur Pause bereits mit 0:4 zurück, kämpfen sich danach aber eindrücklich zurück. Hoti trifft doppelt und lässt kurzzeitig wieder Hoffnung aufkommen. Doch die Hypothek aus den ersten 45 Minuten ist zu gross, Aarau verliert mit 5:2.




«Die ersten 45 Minuten sind so nicht akzeptabel», so Trainer Eduardo Barrera nach dem Abpfiff. Nina Grassl


Bilder - Vor dem Spiel

Fotos Vivienne Dörfler:



Bilder - Spiel

Fotos Vivienne Dörfler:




Fotos Manuel Gartmann:


AWSL Play

Frust bei der Red Boots Spielerin Martina Cocino (links, FCA).    FOTO Wagner/Alexander Wagner
Frust bei der Red Boots Spielerin Martina Cocino (links, FCA). FOTO Wagner/Alexander Wagner

Es dauert gerade einmal fünf Minuten, bis die Red Boots erstmals bezwungen sind. Zuvor kommt Leyla Mcfarland bereits zweimal gefährlich zum Abschluss, beim dritten Anlauf ist sie schliesslich erfolgreich: Nach einem Ballgewinn von Kott und dem Zuspiel von Torradeflot Estevez ist die pfeilschnelle Mcfarland nicht mehr einzuholen und trifft allein vor Torhüterin Ackermann zum 1:0. Die kalte Dusche zum Auftakt wird nur fünf Minuten später noch kälter. Nach einem Freistoss kann sich Mcfarland erneut davonschleichen und findet sich wieder alleine vor Ackermann. Die Aarauer Verteidigung kommt viel zu spät, Mcfarland bleibt vor dem Tor eiskalt und verwandelt zum 2:0.


Die Heimmannschaft gibt den Takt vor

Die Red Boots finden den Anschluss in dieses Spiel nicht und wirken dabei ungewohnt passiv, gar gehemmt. Rapperswil-Jona ist wacher, gewinnt viele Duelle und kommt immer wieder zu Ballgewinnen, während die Aarauerinnen oftmals nur reagieren, anstatt selbst Akzente zu setzen. Delija sorgt schliesslich für ein erstes Lebenszeichen der Gäste, doch ihr Abschluss verfehlt das Tor. In den ersten zwanzig Minuten hat die Heimmannschaft die Partie weitgehend unter Kontrolle und lässt den Red Boots nur wenig Raum, um ihr eigenes Spiel aufzuziehen. In der 22. Minute scheppert es erneut. Nach einem kurz ausgeführten Eckball kommt Parapunova rund zehn Meter vor dem Tor frei zum Abschluss. Ackermann hat eine schlechte Sicht und kann daher das 3:0 nicht mehr verhindern.


Ragusa (links, Aarau) ist bedient, Rapperswil-Jona hingegen in Feierlaune.    FOTO Wagner/Alexander Wagner
Ragusa (links, Aarau) ist bedient, Rapperswil-Jona hingegen in Feierlaune. FOTO Wagner/Alexander Wagner

Für die Aarauer Torhüterin gibt es bei den Gegentoren wenig zu machen. Rapperswil-Jona schafft es immer wieder, Lücken in der Aarauer Defensive zu finden und diese konsequent auszunutzen. Gleichzeitig bekunden die Red Boots Mühe damit, Ruhe in ihr eigenes Spiel zu bringen und sich nach vorne zu kombinieren. In der 34. Minute fällt schliesslich das 4:0. Popadinova setzt sich durch und findet Way, die vor dem Aarauer Tor erneut zu viel Platz erhält. Die Red Boots Verteidigung ist wie schon bei den vorherigen Gegentoren zu weit von den Gegenspielerinnen entfernt, sodass Way unbedrängt einschieben kann.


Trainer Barrera reagiert noch vor der Pause und bringt Cocino und Heim für Bison und Delija. Kurz darauf bietet sich Steck nach einem Doppelpass mit Schütt sogar die grosse Chance auf den Anschlusstreffer, doch sie kann das Zuspiel nicht verwerten. Aus Aarauer Sicht kann man sich nur die Pause herbeisehnen.


Wie ausgewechselt nach der Pause

Und tatsächlich: Was auch immer Barrera seiner Mannschaft in der Kabine eingeflösst hat, es zeigt Wirkung. Die Red Boots wirken nach dem Seitenwechsel wie ausgewechselt. Sie stehen höher, gehen aktiv auf den Ball, pressen und trauen sich plötzlich wieder etwas zu.

In der 50. Minute folgt auch gleich die Belohnung. Heim spielt zu Hoti, die sich den Frust von der Seele schiesst und ansehnlich zum 1:4 trifft. Nur sieben Minuten später steht Hoti erneut im Mittelpunkt. Ihr Abschluss fliegt an die unnatürlich hoch gehaltenen Hände von Christen. Klarer Fall, das ist ein Penalty. Hoti übernimmt selbst die Verantwortung und verwandelt souverän und selbstbewusst zum 2:4.


Vanesa Hoti verwandelt den Penalty für Aarau und bringt ein wenig Hoffnung zurück.     FOTO Wagner/Alexander Wagner
Vanesa Hoti verwandelt den Penalty für Aarau und bringt ein wenig Hoffnung zurück. FOTO Wagner/Alexander Wagner

Plötzlich ist wieder Spannung da. Das Momentum liegt nun ein wenig auf der Seite der Gäste, entsprechend hitzig wird die Partie. Die Red Boots zwingen Rapperswil-Jona zu Fehlern, kommen zu mehr Ballbesitz und schaffen nun auch einen Spielaufbau. Die beiden Halbzeiten sind wie Tag und Nacht. Ganz ungefährlich bleibt die Heimmannschaft allerdings nicht. Nach einer Ecke in der 70. Minute herrscht Chaos vor dem Aarauer Tor. Ackermann pariert zunächst, danach rettet Storr einen Kopfball von Duff auf der Linie. In der Nachspielzeit gibt es nach einem Handspiel schliesslich noch einen Penalty für die Heimmannschaft. Mcfarland verwandelt und komplettiert mit dem 5:2 ihren Hattrick.



Die ehemalige Aarauerin Bergros Asgeirsdottir (links, Rapperswil) im Duell mit Vanesa Hoti.     FOTO Wagner/Alexander Wagner
Die ehemalige Aarauerin Bergros Asgeirsdottir (links, Rapperswil) im Duell mit Vanesa Hoti. FOTO Wagner/Alexander Wagner

Moral, die Mut machen darf

Trainer Eduardo Barrera kann sich gleich nach Abpfiff die schwachen ersten Minuten seiner Mannschaft nach der Partie selbst noch nicht erklären und bezeichnet die erste Halbzeit als nicht akzeptabel. Umso bemerkenswerter ist deshalb die Moral hervorzuheben, welche die Red Boots danach beweisen: Trotz eines 0:4-Rückstands geben sich die Aarauerinnen nicht auf, kämpfen sich zurück und belohnen sich mit zwei Toren. Dass die Red Boots nach der Pause ein komplett anderes Gesicht zeigen, darf trotz der Niederlage Mut für die kommenden Aufgaben machen. Diesen Kampfgeist gilt es mitzunehmen, wenn am 17. Oktober gegen den FC Basel die nächste Herausforderung ansteht. Ein Punktegewinn wäre dabei umso wichtiger, um neues Selbstvertrauen zu tanken und gleichzeitig den Anschluss in der Tabelle nicht zu verlieren.










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