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Servette FC Chênois Féminin - FC Aarau Frauen

15.08.2026

Kickoff: 16:00 Uhr

Stade des Trois-Chêne, Chêne-Bourg, Terrain A

Die Red Boots Aarau - FC Aarau Frauen treffen im zweiten Spiel der AXA Women's Super League auswärts auf die Frauen aus Genf. Das Spiel kann als AWSL-Play/SRG-Liveübertragung (Livestream) verfolgt werden.

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Berichte, Highlights und Bilder

Matchbericht


Red Boots verlieren bei Servette-Chênois: «Sehr genervt von den ersten beiden Gegentoren»


Die Red Boots Aarau verlieren auch das zweite Spiel der neuen Saison. In Genf setzt es eine 0:3-Niederlage ab. Der Blick wird nun auf das kommende Cup-Wochenende gerichtet.


Bericht AZ; Dario Lienhard



Bilder


Fotos Vivienne Dörfler:



AZ-Interview

Eduardo Barrera im Interview nach dem Auswärtsspiel in Genf. Dario Lienhard

AWSL Play

Martina Cocino (links) im Kampf um den Ball gegen Meriame Terchoun.    Bild: Alexander Wagner
Martina Cocino (links) im Kampf um den Ball gegen Meriame Terchoun. Bild: Alexander Wagner

Nach der 1:5-Auftaktniederlage gegen die Grasshoppers wartete auf die Red Boots Aarau mit Servette-Chênois die nächste schwierige Aufgabe. Die Genferinnen, amtierende Schweizer Meisterinnen wurden ihrer Favoritenrolle letztlich gerecht. Mit 3:0 setzte sich Servette im Stade des Trois-Chêne durch.


Nach zwölf Minuten kamen die Gastgeberinnen erstmals gefährlich vor das Aarauer Tor. Eine flache Hereingabe von der rechten Seite fand eine Servette-Spielerin in bester Position, deren Abschluss am Pfosten landete. Nur sieben Minuten später wurde es erneut brenzlig: Wieder kam Servette über rechts, eine missglückte Flanke senkte sich tückisch und prallte an die Latte.


Die Trinkpause nach 22 Minuten brachte nicht die gewünschte Ruhe in die Aarauer Mannschaft. Servette blieb die spielbestimmende Mannschaft. Kurz darauf hatte Aarau sogar ein drittes Mal Glück: Meriame Terchoun tauchte alleine vor Sophie Janz auf. Ihr Geschoss landete an der Latte. Die 19-Jährige Janz stand für Stammkeeperin Jara Ackermann zwischen den Pfosten, die sich beim Saisonauftakt gegen GC eine Kopfverletzung zugezogen hatte. Ihr Einsatz wurde deshalb vorsichtshalber nicht riskiert.


Nur eine Minute nach Terchouns hochkarätiger Chance kam Aarau zu seiner ersten Möglichkeit. Ein abgefälschter Ball wurde zur Bogenlampe und bereitete Servettes Torhüterin Weimar grosse Mühe. Sie klärte zum ersten Eckball für die Red Boots, der dann keine Gefahr erzeugte.


35 Minuten waren gespielt, als sich aus Aarauer Sicht eine besonders bittere Situation ereignete. Nach einem kurz ausgeführten Abstoss wollte Janz den Ball lang nach vorne schlagen, liess sich dabei aber etwas zu viel Zeit. Terchoun setzte nach, wurde angeschossen und der Ball flog via Pfosten ins Tor. Nach drei Aluminiumtreffern war das Glück damit erstmals auf der Seite der Genferinnen. Schön zu sehen: Die Aarauer Feldspielerinnen reagierten sofort und trösteten ihre junge Torhüterin.


Kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag für die Red Boots. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schaltete Servette blitzschnell um. Zwei Genferinnen liefen plötzlich alleine auf Janz zu. Terchoun legte uneigennützig quer auf Sobal, die ohne Mühe zum 2:0 einschob. «Ich bin sehr genervt von den ersten beiden Gegentoren», sagte Barrera nach der Partie. Beide Treffer seien unnötig gewesen. «In den defensiven Aktionen hat mir da das Quäntchen Überzeugung gefehlt.»


Nachdenklich: Aaraus Trainer Eduardo Barrera während dem Auswärtsspiel in Genf.    Bild: Alexander Wagner
Nachdenklich: Aaraus Trainer Eduardo Barrera während dem Auswärtsspiel in Genf. Bild: Alexander Wagner

Aarau findet nach der Pause besser ins Spiel

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Red Boots deutlich stabiler. Während der ersten 20 Minuten liessen sie kaum etwas zu und hielten Servette weitgehend vom eigenen Tor fern. Gleichzeitig gelang es Aarau aber auch nicht, selbst für grosse Gefahr zu sorgen. Für Barrera war diese Phase dennoch ein Ansatzpunkt: «Das ist eine Phase, auf der man aufbauen kann.»


Die Entscheidung fiel schliesslich in der 70. Minute. Wieder war Terchoun beteiligt. Die auffälligste Spielerin der Partie setzte sich mit einer starken Einzelaktion auf der rechten Seite durch, zog in Richtung Strafraum und spielte den Ball gefährlich zur Mitte. De Além da Eira musste nur noch einschieben. Ein Treffer, der auch Barrera beeindruckte. «Dieses Tor war sensationell herausgespielt. Das muss man dann so akzeptieren», sagte der Aarauer Trainer.


Kurz vor Schluss verhinderte Janz mit einer starken Parade sogar noch das 0:4. Im eins gegen eins blieb die junge Torhüterin Siegerin und konnte ihren Fehler vor dem 0:1 halbwegs korrigieren. Am Ende steht jedoch für Aarau die zweite Niederlage im zweiten Saisonspiel. Gegen die Schweizer Meisterinnen war zwar kein Punktgewinn zu erwarten, dennoch dürften sich die Red Boots insbesondere über die beiden Gegentore vor der Pause ärgern.


Viel Zeit bleibt dafür aber nicht. Bereits am kommenden Sonntag geht es im Schweizer Cup weiter. Dort treffen die Red Boots auf die Frauen des FC Wohlen aus der 2. Liga. Die Aarauerinnen gehen als klare Favoritinnen in dieses Duell. «Ich erwarte von jeder Spielerin, dass sie den Gegner ernst nimmt, dass wir einen dominaten Auftritt hinlegen und klar in die nächste Runde kommen», sagte Trainer Barrera im Hinblick auf das kommende Cup-Wochenende.


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