CS Interstar 1 - FC Aarau Frauen
26.09.2026
Kickoff: 20:30 Uhr
Centre sportif de Varembé, Genève - Terrain principal 1
Die Red Boots Aarau - FC Aarau Frauen treffen in der zweiten Runde des AXA Women's Cup auswärts auf die Frauen aus Genf.
Bericht: Vorschau AZ


Berichte, Highlights und Bilder
Matchbericht
Women's Cup
Ein 5:1 im Cup gegen Genf: Red Boots tanken Selbstvertrauen für die Meisterschaft
Bericht von Flavia Zemp
Die Red Boots geraten im Cup gegen den Zweitligisten aus Genf früh in Rückstand. Danach drehen die überlegenen Aarauerinnen die Partie und gewinnen 5:1. Der Erfolg kommt vor einem wichtigen Meisterschaftsspiel zur richtigen Zeit.

Bilder - Vor dem Spiel
Fotos Vivienne Dörfler und Nathalie Widmer:
Bilder - Spiel
Fotos Vivienne Dörfler und Nathalie Widmer:
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Es war ein langer Abend für die Red Boots – aber auch einer, der sich lohnte. Vor über 500 Zuschauern trafen sie am Samstagabend im Cup auf den Zweitligisten CS Interstar Genève. Ein euphorisches Publikum sorgte für eine besondere Atmosphäre. Die Genferinnen zeigten von Beginn an, dass sie sich von den Favoriten nicht einschüchtern lassen und durften bereits nach zwölf Minuten erstmals jubeln. Die Red Boots drehten die Partie jedoch noch vor der Pause und feierten am Ende einen deutlichen 5:1-Sieg.

Genf geht früh in Führung – aber souveräne Reaktion der Red Boots
Dabei waren die Red Boots energisch in die Partie gestartet und erspielten sich bereits in den ersten Minuten mehrere Chancen. Doch weil sie diese nicht verwerteten, schlug Genf auf der anderen Seite zu: Nach einem Ballverlust schalteten die Gastgeber schnell um und gingen früh mit 1:0 in Führung. Das ohnehin schon lautstarke Publikum war nun endgültig da.
Und beinahe wäre es für die Red Boots noch ungemütlicher geworden. Wenig später brachte Genf den Ball erneut im Aarauer Tor unter: Der Treffer zählte wegen einer Abseitsposition jedoch nicht.
Die Red Boots liessen sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Sie reagierten reif und übernahmen zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Der Ausgleich von Schütt in der 28. Minute war die verdiente Folge. Nur zwei Minuten später schoss Kadriu das zweite Tor für die Aarauerinnen und Steck traf nochmals fünf Minuten später zum 3:1.

Auch nach dem Seitenwechsel bestimmten die Red Boots die Partie und hatten einige gute Chancen. Aber auch die Genferinnen hielten dagegen und wurden teilweise gefährlich. Doch zwei weitere Treffer von Ragusa und Hofer sorgten schliesslich für Klarheit. Beim 5:1 blieb es bis zum Schlusspfiff – wobei angesichts der weiteren Möglichkeiten sogar ein höheres Resultat möglich gewesen wäre.
«Wir waren klar die bessere Mannschaft», bilanzierte Aaraus Trainer Eduardo Barrera. Doch trotzdem sah er Verbesserungspotenzial. Vor allem vor dem gegnerischen Tor hätten die Red Boots konsequenter agieren können. Mehrere Chancen blieben ungenutzt. «Wir waren teilweise zu wenig abgeklärt und zu wenig entschlossen», sagte Barrera. Genau daran wolle die Mannschaft weiter arbeiten.
Der Sieg hat der Mannschaft gutgetan
Am starken Auftritt der Red Boots ändert das jedoch nichts: «Als Favorit muss man liefern, und das haben wir gemacht», so Barrera. Gerade in der Favoritenrolle gegen einen unterklassigen Gegner sei der Druck ein ganz anderer als in der Meisterschaft: «Man hat irgendwie mehr zu verlieren», so der Trainer. Das Cupspiel sei deshalb eine gute Prüfung dafür gewesen, wo die Mannschaft mental stehe.

Gleichzeitig bot die Partie die Gelegenheit, Spielerinnen Einsatzzeit zu geben, die zuletzt weniger zum Zug gekommen waren. Beispielsweise stand beim Cupspiel anstelle von Jara Ackermann am Samstag Sophie Janz im Tor.
Neben dem Einzug in die nächste Runde nehmen die Red Boots deshalb vor allem eines mit: Selbstvertrauen. Der klare Sieg habe der Mannschaft «für die Moral und die Motivation gutgetan», sagt Barrera nach dem Spiel. Das zeigte sich offenbar auch auf der langen Heimreise. Nach dem späten Spiel wurde der Erfolg gemeinsam gefeiert und die «Stimmung im Team war einfach toll», so Barrera.
Allzu lange können sich die Red Boots allerdings nicht ausruhen. In der Meisterschaft wartet mit Rapperswil-Jona am Samstag bereits das nächste Spiel. Dort soll endlich der erste Sieg her.

