AXA Women's Super League
Samstag, 07. Februar 2026

BSC YB Frauen - FC Aarau Frauen
Samstag, 07. Februar 2026
Kick-off 16:00 Uhr
Stadion Wankdorf, Bern - Hauptfeld
Die Red Boots Aarau - FC Aarau Frauen treffen im dreizehnten Spiel der AXA Women's Super League auswärts auf die Frauen aus Bern. Das Spiel kann als AWSL-Play/SRG-Liveübertragung (Livestream) verfolgt werden.

Berichte, Highlights und Bilder
Matchbericht

«Das ärgert mich»: Die FC Aarau Frauen sind nach Niederlage Tabellenschlusslicht
Bericht AZ von Soraya Sägesser
Die FC Aarau Frauen verlieren zum Rückrundenstart gegen die YB Frauen auswärts mit 0:3. Nach dieser Niederlage gegen die Schweizer Meisterinnen, sind die Red Boots am Tabellenende.
Was als Rettungsaktion gedacht war, entpuppt sich schnell als grosser Fehler. Eigentlich wollte Aaraus Mittelfeldspielerin Julie Gartmann den Ball zu Torhüterin Lorena Barth zurückschiessen. Doch zwischen den beiden Akteurinnen der Red Boots steht auf einmal YB-Stürmerin Malaurie Granges. Sie schnappt sich den Ball und schiesst ihn mit spitzem Winkel zur Führung.
Telegramm
YB - Aarau 3:0 (0:0)
Wankdorf - 3249 Zuschauer - SR: Diego Cacciatore - Tore: 51. Granges 1:0. 84. Jelcic 2:0. 90. + 3. Chalatsogianni 3:0.
YB: Brunholt; Meister, Schlup, Bernhardt, Dysli (61. Villena); Kuehn (87. Chalatsogianni), Münger, Ess (61. Jelcic); Frey, Granges (87. Tramezzani), Josten (77. Remy).
Aarau: Barth; Asgeirsdottir, Hofer, Jäggi, Blöchlinger; Gartmann (67. Widmer), Reinschmidt, Do Sul (83. Bangerter); Schütt (67. Klingenstein), Hoti (67. Rama), Steck (82. Deda).
Bemerkungen: 55. Reinschmidt (Verwarnung). 86. Deda (Grobes Spiel)
AWSL Play

Der Frust und die Enttäuschung über ihre eigene Aktion waren Gartmann ins Gesicht geschrieben - auch als sie eine Viertelstunde später eingewechselt wurde. Aaraus Trainer Jürgen Seeberger nahm sie tröstend in den Arm. «Das 1:0 haben wir hergeschenkt», wird er später im Interview sagen. Doch diese Niederlage ist nicht nur auf Gartmanns Konto zu schreiben.
Die FC Aarau Frauen verlieren zum Rückrundenstart gegen die YB Frauen auswärts mit 0:3. Nach dieser Niederlage gegen die Schweizer Meisterinnen, sind die Red Boots am Tabellenende.
Was als Rettungsaktion gedacht war, entpuppt sich schnell als grosser Fehler. Eigentlich wollte Aaraus Mittelfeldspielerin Julie Gartmann den Ball zu Torhüterin Lorena Barth zurückschiessen. Doch zwischen den beiden Akteurinnen der Red Boots steht auf einmal YB-Stürmerin Malaurie Granges. Sie schnappt sich den Ball und schiesst ihn mit spitzem Winkel zur Führung.
Der Frust und die Enttäuschung über ihre eigene Aktion waren Gartmann ins Gesicht geschrieben - auch als sie eine Viertelstunde später eingewechselt wurde. Aaraus Trainer Jürgen Seeberger nahm sie tröstend in den Arm. «Das 1:0 haben wir hergeschenkt», wird er später im Interview sagen. Doch diese Niederlage ist nicht nur auf Gartmanns Konto zu schreiben.
Erste Halbzeit hält Aarau tapfer dagegen
Das erste Rückrundenspiel startete für die FC Aarau Frauen im Wankdorf offensiv. Statt sich den Schweizer Meisterinnen zu unterwerfen, waren es die Red Boots, die mutig nach vorn spielten. Die erste Chance im Spiel hatte zwar das Heimteam, Aarau reagierte aber schnell mit dem ersten Abschluss. Überraschend gestaltete sich die erste Halbzeit ausgeglichen. Abermals ballt der neue Mann an der Seitenlinie die Faust nach einer guten Aktion. Einmal rutscht es aus ihm heraus: «Mein Gott nochmal!»

Der Fussballgott war in der ersten Hälfte aber nicht auf der Seite der FC Aarau Frauen, sonst wären sie nämlich in Führung gegangen. Jürgen Seeberger haderte mit der Chancenverwertung. Etwa die Topchance von Julie Gartmann, als sie sich durch die Berner Verteidigung dribbelte und abschloss. «Wir hatten gute Chancen und wenig hinten zugelassen», bilanziert er. Die erste Halbzeit gegen einen Schweizer Meister zu null zu spielen, sei gut gewesen. In seinen Worten ist auch ein wenig Stolz auf seine Mannschaft zu hören.
Nach der Pause erhöhten die YB Frauen das Tempo. «Wir sind gut in die zweite Halbzeit reingekommen, aber es war klar, dass sich der Druck erhöht», sagt er. Die Partie spielte sich fast nur noch in einer Hälfte ab. Folglich war das erste Tor des Heimteams nur noch eine Frage der Zeit. In der 51. Minute war es so weit: 1:0. «Es ist unglücklich, dass wir so in den Rückstand geraten», sagt Seeberger und fügt hinzu: «Es ist immer eine schwierige Hypothek.»
Zwei Tore passierten nach Standardsituationen
Aarau versuchte mit einem Dreifachwechsel, das Team zu verjüngen und wieder mehr Energie in die Offensive zu bringen. Für den Winterzugang Tabea Schütte war das Spiel damit beendet. Die deutsche Stürmerin tastete sich an die neue Liga heran und scheute sich mit ihrem aggressiven Pressing vor keinem Zweikampf.

Nach dem Wechsel kamen die Red Boots vereinzelt zu Vorstössen, doch die YB Frauen waren bereits zu abgeklärt. Die weiteren zwei Tore für das Heimteam wurden aber nicht schön herausgespielt, sondern passierten beide Male nach Standardsituationen. «Das ärgert mich», sagt Seeberger und ergänzt: «Es war sehr unnötig, wie wir dies verursachten.»





